Gemeinsam für die Attraktivität der Stadt engagieren – Schließung von „Tee Bakker“ ist großer Verlust für die Stadtkultur

Persönliches Statement von Miguel Schaar/Br. Franziskus, Sprecher für städtische Räume und Tourismus, Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Wilhelmshaven:

Ratsmitglied Miguel Schaar / Br. Franziskus
Miguel Schaar / Br. Franziskus

Auch wenn es eine weitere Online-Geschäftstätigkeit geben wird, so macht mich die Ankündigung der Schließung des Ladengeschäfts von “Tee Bakker” am Bismarckplatz betroffen. Jeder Besuch dort war ein sinnliches, besonderes Erlebnis. Die vielen Teedosen, die blauen Kacheln und das feine Geschirr waren nicht nur schön anzusehen, sondern stehen für eine besondere Kultur, die von Inhaberin Theda Bakker-Langer und ihrer Familie in unserer Stadt über Jahrzehnte hochgehalten und gelebt wurde.

Die Schließung dieser Wilhelmshavener Traditionsinstitution ist ein großer Verlust für die Stadt, ähnlich auch wie das Ende von “Speed and Cotton“ von Julia Grießbach in der Marktstraße. Auch sie hat sich als Geschäftsfrau unermüdlich für eine attraktive Innenstadt engagiert und für Verbesserungen geworben.
Mitarbeitende in den Läden unserer Stadt schildern mir nicht selten die Erfahrung, dass der Service vor Ort gerne zum Anprobieren oder für Preisvergleiche genutzt werden, aber die Bestellung dann im Netz erfolgt.
Wir als Konsumenten haben daran auch einen erheblichen Anteil. Die Nachfrage vor Ort in den Geschäften sinkt zunehmend, weil die Kund*innen mehr und mehr online bestellen.
Wir haben es in der Hand. Wir entscheiden auch durch unser Kaufverhalten, ob die regionale Geschäftswelt überleben kann.
Damit einher geht doch auch die durch den Leerstand immer weniger attraktiven Einkaufszentren in der Innenstadt und in den Stadtteilzentren wie Gökerstraße, Altengroden, Fedderwardergroden und Marktplatz in Voslapp.
Zudem sind Verwaltung, Wirtschaftsförderung und die Politik gefragt, neue Wege zu gehen, Neues auszuprobieren und Mut zu zeigen. Wir sollten von guten Beispielen anderer Kommunen lernen, die Attraktivität städtischer Räume verbessern, die Aufenthaltsqualität steigern, einen spürbar guten und günstigen Nahverkehr schaffen. Wir alle, Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft, Verwaltung und Politik haben es gemeinsam und mit unserer Kreativität in der Hand, die Anziehung unserer Stadt nachhaltig zu verbessern und unsere Stadtteile lebendig zu erhalten.

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