Grüne: „Ambulante Pflege in Wilhelmshaven fördern und sichern!“

GRÜNE Wilhelmshaven informieren sich bei ambulanten Pflegedienst der Diakonie und fordern einen Imagewechsel

Um mehr über die aktuelle Situation und die Herausforderungen der ambulanten Pflege in Wilhelmshaven zu erfahren, hat eine Delegation der Grünen die Diakonie-Station besucht. Pflegedienstleiterin Bianca Bolle informierte über die strukturellen Herausforderungen und mangelnde Kostendeckung bei Wegezeiten. Die erfolgten Maßnahmen zur Sicherung einer verlässichen Betreuung in der Corona-Pandemie waren zudem inhaltlicher Schwerpunkt der Begegnung.

25 Mitarbeitende des Pflegedienstes versorgen in Wilhelmshaven bis zu 140 Menschen im häuslichen Umfeld. Gepflegt wird an 365 Tagen im Jahr, je nach bedarf der zu pflegenden Personen. Vollzeitstellen sind im ambulanten Bereich selten, da von die pflegerischen Haupttätigkeiten morgens und abends verlangt werden. Trotz einer tarifgebundenen Bezahlung und Zuschlägen, fehlen auch in der Diakonie hier , wie woanders in der Pflege die Fachkräfte. Dazu die Pflegedienstleiterin Bianca Bolle: „Pflege ist mehr als ein Job, sondern der Wille anderen zu helfen.“

Dennoch seinen Faktoren wie persönliche Lebensumstände und die Fragen wie Kinderbetreuung und Familienleben wichtig. Es könnten diese Faktoren berücksichtigt werden, wenn es eine situationangepasste Dienstplanregelung geben würde. Diese wird gerade hier getestet.

Ratsfrau Petra Stromberg: “Das Image der Pflege muss sich ändern, um mehr Menschen für eine Berufsausbildung in der Pflege zu interessieren. Die Rahmenbedingungen für Pflegeberufe sind dringend zu verbessern, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Der Preis der Reparatur einer Waschmaschine liegt weit über dem der Pflege an einem Menschen. Die Gewichtung stimmt nicht.“

Miguel Schaar ergänzt: “Die meisten Menschen wollen auch bei einer Pflegebedürftigkeit möglichst autonom leben und in der eigenen Wohnung bleiben. Viele, vor allem ältere Menschen scheitern an den Hürden der Bürokratie und an fehlenden ambulanten Diensten. Weitere Hilfsangebote sind selten bekannt und können häufig aufgrund von mobilen Einschränkungen nicht angenommen werden.“ Die Vereinsamung in der eigenen Wohnung nähme bei immer mehr Single-Haushalten zu. “Die ambulante Pflege ist leider hinsichtlich der Finanzierung und Personalgewinnung gegenüber der stationären Pflege im Nachteil. Der bestehende Pflegenotstand wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Diesem entgegen zu wirken, setzen wir uns auf verschiedenen Ebenen ein“,  so Schaar, der im Wahlbereich West kandidiert. Zur gemeinsamen Zukunft und dem demografischen Wandel gehörten genauso die Frage nach Pflegemöglichkeiten und Fachkräften.

GRÜNE @ Diakonie
Bild (v.l): Miguel Schaar, Petra Stomberg, Gabriele Bartelt, Volker Hasenmüller und Diakonie-Pflegedienstleiterin Bianca Bolle (Bild: Grüne Wilhelmshaven)

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