Kritik an positiver Haltung zur Elbvertiefung von Umweltminister Lies

Ein Schlag ins Gesicht für Wilhelmshaven”

– Umweltminister Olaf Lies stellt weitere Elbvertiefung in Aussicht
– Grüne sagen: Vorhaben wäre schlecht für Region und Natur

Olaf Lies
Olaf Lies | Foto: Ulf Berner

Mit dem neuen Landesumweltminister Olaf Lies vollzieht die neu Landesregierung aus SPD und CDU eine umweltpolitische Wende. Olaf Lies hat keine Einwände mehr gegen eine weitere Elbvertiefung. Dieser Aussage trifft bei den Grünen in Wilhelmshaven auf völliges Unverständnis. “Abgesehen von der Gefahr für Natur und Umwelt, die mit einer weiteren Ausbaggerung der Elbe verbunden ist, muss Lies sich fragen lassen, ob er der Jade-Weser-Port bereits vergessen hat“, so Alexander von Fintel. „Allein, dass der Minister darüber spekuliert, sei ein Schlag ins Gesicht für Wilhelmshaven.“

Deutschland habe bereits einen vielversprechenden Tiefwasserhafen hier in Wilhelmshaven, so von Fintel weiter.

Die Wilhelmshavener Grünen weisen darauf hin, dass die weltweite Frachtmenge seit Jahren stagniert. Mit einer weiteren Elbvertiefung wäre der von Herrn Lies immer wieder befürwortete Ausbau des JWP sicherlich überflüssig.

Der JWP ist zudem ökologischer als der Hamburger Hafen. „Es macht viel mehr Sinn, wenn große Schiffe dort landen, wo die Natur ihnen viel Platz bietet, nämlich hier in Wilhelmshaven. stark gebeutelte Ökosysteme weiter zu zerstören, ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch unsinnig“, findet Vorstandssprecherin Antje Kloster. “Auch die Vertiefungen von Ems und Weser lassen sich über einen Umschlag in Wilhelmshaven oder Bremerhaven umweltverträglich vermeiden. Und die Unsummen an Steuergeldern, die für solche Projekte fällig wären, ließen sich sicherlich sinnvoller einsetzen.”

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