Feuerwerk

Feuerwerk in der Brutzeit, das muss nicht sein

Die Auftaktveranstaltung zum „Mittwochs am Pumpwerk“ wurde am letzten Mittwoch mit einem großen Höhenfeuerwerk beendet.

Feuerwerk
Feuerwerk | Foto: Ulf Berner

Schon lange sind die Auswirkungen von Feuerwerk auf die sensible Brutzeit bekannt. Auf die ungewohnten Lärm- und Lichteffekte reagieren viele Tiere mit Panik, häufig lassen sie das Nest im Stich und steigen in große Höhen auf, um sich in Sicherheit zu bringen. Zum Teil verlieren sie die Orientierung, die Rückkehr zum Nest unterbleibt zu lange, ganz zu schweigen von dem Verbrauch an lebenswichtiger Energie, die ein Brutvogel ja ohnehin nur in den kurzen Brutpausen sammeln kann.

Und mit dem Ausschlüpfen der Jungen ist die Gefahr längst nicht vorbei: immer wieder wurde beobachtet, dass Feuerwerke zur Auflösung der Familienverbänden führen. Ohne die Eltern haben die Jungen keine Chance zu überleben.
Dass unter der Knallerei auch andere Tiere leiden und dadurch in Lebensgefahr geraten, versteht sich eigentlich von selbst.

Das Abbrennen eines Feuerwerks im Umfeld wild lebender Tiere stellt einen anthropogenen Störreiz dar. Die visuellen Reize eines Feuerwerks haben manchmal nur geringe Auswirkungen. Hauptwirkung dürfte der Überraschungseffekt durch das plötzlich hereinbrechende Blitz- und Lichtgewitter sein. Anders als Dauerlärm, auf welchen Vogel häufig mit Gewöhnung reagieren, bewirken die akustischen Reize eines Feuerwerks oft starke Reaktionen bis hin zu Paniken.

Gerade Wilhelmshaven hat im Bezug auf das Weltnaturerbe Wattenmeer eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion“, so Vorstandsmitglied des GRÜNEN Kreisverbandes Wilhelmshaven, Georg Berner-Waindok.
Als Alternative zu einen Höhenfeuerwerk wäre zum Beispiel ein schönes Barockfeuerwerk. Dieses ist leise und ebenfalls wunderschön anzuschauen.

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